nWer sich den halbjährlichen Reifenwechsel sparen will, kommt am Thema Ganzjahresreifen ADAC-Test 2025 nicht vorbei. Der neue Vergleich des Automobilclubs zeigt, dass Komfort und Sicherheit nicht immer Hand in Hand gehen. Nur zwei Modelle lieferten wirklich rundum überzeugende Ergebnisse – und sie setzen neue Maßstäbe. Alle anderen müssen sich mit teils deutlichen Abstrichen zufriedengeben.
ADAC-Ganzjahresreifen-Test: Komfort trifft auf Kompromisse
Ganzjahresreifen gelten als praktische Lösung für alle, die weder im Frühling noch im Herbst in der Werkstatt stehen möchten. Ein Satz Reifen für das ganze Jahr – das klingt nach Freiheit. Doch wer denkt, damit sei die Sache erledigt, irrt. Der ADAC-Reifenvergleich 2025 zeigt: Nicht jeder Allwetterreifen kann unter wechselnden Bedingungen überzeugen.
Und Der Club testete 16 Modelle der Dimension 225/45 R17, eine gängige Größe für Kompaktwagen. Der Preisrahmen lag zwischen rund 72 und 145 Euro pro Reifen – also zwischen preiswert und Premium. Interessanterweise fanden sich unter den Schlusslichtern nicht nur günstige, sondern auch teurere Produkte. Das zeigt: Qualität lässt sich nicht allein am Preis ablesen.
Getestet wurde auf nasser, trockener und verschneiter Fahrbahn. Ein Reifen, der in allen Disziplinen stark bleibt, ist selten. Besonders auf Schnee tun sich viele Ganzjahresreifen schwer, während sie auf trockener Straße glänzen. Der ADAC bewertet deshalb nicht nur die Einzelleistung, sondern das Gesamtbild: Wie sicher verhält sich der Reifen, wenn die Bedingungen kippen? Wie lang ist der Bremsweg? Und wie viel Profil bleibt nach 40.000 Kilometern?
Goodyear und Continental liefern ab – Viking punktet beim Preis
Im aktuellen Vergleich setzt sich ein bekanntes Duo durch. Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeason Contact 2 teilen sich mit der Note „gut“ (2,3) den Spitzenplatz. Beide zeigen stabile Fahreigenschaften auf Nässe, Schnee und trockener Straße – genau das, was Autofahrer von einem echten Allrounder erwarten.
Der Goodyear überzeugte mit seiner hohen Laufruhe, präzisen Rückmeldung und besonders kurzen Bremswegen auf nasser Fahrbahn. Sein Verschleißwert lag deutlich unter dem Durchschnitt – ein Pluspunkt für Vielfahrer. Auch beim Kraftstoffverbrauch schnitt er gut ab: Sein niedriger Rollwiderstand sorgt für geringere Betriebskosten. Kein Wunder, dass er bereits im ADAC-Test 2024 als Testsieger glänzte.
Der Continental zeigte sich ähnlich stark, insbesondere beim Winterverhalten. Seine Gummimischung bleibt auch bei Kälte flexibel, was das Handling auf Schnee verbessert. Einziger Nachteil: das etwas höhere Gewicht, das bei einigen Fahrzeugen den Verbrauch leicht steigen lässt. Dennoch zählt er laut ADAC zu den Testsiegern unter den Ganzjahresreifen und zu den sichersten Reifen seiner Klasse.
Wer sparen möchte, greift zum Viking FourTech Plus – mit rund 75 Euro pro Reifen deutlich günstiger. Er erhält das Urteil „befriedigend“ (3,0) und überrascht mit einer ordentlichen Umweltbilanz. Auf nasser und winterlicher Fahrbahn schlägt er sich solide, auf trockener Strecke wirkt er dagegen etwas schwammig. Für Wenigfahrer oder Stadtpendler kann der Viking eine gute Wahl sein. Für anspruchsvollere Bedingungen sind die Testsieger klar die bessere Investition.
ADAC-Reifenvergleich 2025: Worauf Autofahrer achten sollten
Die Testergebnisse zeigen einmal mehr, dass Ganzjahresreifen immer ein Kompromiss bleiben. Sie müssen bei Regen, Hitze und Schnee funktionieren – eine echte Herausforderung. Dabei zählen drei Kriterien besonders: Sicherheit, Langlebigkeit und Effizienz.
Ein sicherer Reifen muss unter allen Bedingungen verlässlich bremsen und stabil in der Spur bleiben. Besonders bei Aquaplaning oder abrupten Spurwechseln trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Topmodelle von Goodyear und Continental meistern diese Situationen souverän, während viele günstigere Reifen hier abrutschen.
Langlebigkeit ist das zweite große Thema. Der ADAC gibt eine prognostizierte Laufleistung von rund 40.000 Kilometern als Richtwert an. Wer darunterbleibt, zahlt am Ende drauf – auch wenn der Kaufpreis niedriger ist. Guter Abriebschutz und gleichmäßiger Verschleiß sind deshalb ebenso wichtig wie Grip.
Der dritte Punkt ist der Kraftstoffverbrauch. Je geringer der Rollwiderstand, desto sparsamer fährt das Auto. Ein leichter Reifen kann dabei helfen, die Effizienz zu erhöhen. Manche Hersteller setzen auf spezielle Silica-Mischungen, die den Spagat zwischen Haftung und Energieverbrauch verbessern. Das lohnt sich doppelt: für den Geldbeutel und für die Umwelt.
Wer auf Ganzjahresreifen umsteigt, sollte zudem seine Fahrweise anpassen. Auch der beste Reifen kommt an physikalische Grenzen, wenn er im Hochsommer überhitzte Straßen oder im Winter vereiste Kurven meistern soll. Wer vorausschauend fährt, verlängert die Lebensdauer und erhöht die Sicherheit.
Ganzjahresreifen-ADAC-Test 2025: So schneiden die Modelle im Detail ab
Von den 16 getesteten Modellen erhielten 17 Prozent die Note „gut“, knapp die Hälfte „befriedigend“ und einige sogar nur „ausreichend“. Das zeigt, wie unterschiedlich die Qualität ist – selbst innerhalb derselben Preisklasse.
Top 5 laut ADAC:
- Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 – sehr ausgewogen, geringe Abnutzung, top bei Nässe
- Continental AllSeason Contact 2 – stark im Winter, sicher auf trockener Fahrbahn
- Pirelli Cinturato All Season SF3 – präzises Lenkverhalten, etwas schwächer im Schnee
- Bridgestone Turanza AllSeason 6 – hoher Fahrkomfort, leichter Rollwiderstand
- Viking FourTech Plus – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Schwächen bei Trockenheit
Auffällig: Premiumreifen schneiden nicht automatisch besser ab. Einige Marken mit hohen Preisen erreichten nur Durchschnittsnoten, während Mittelklassemodelle solide Ergebnisse lieferten. Wer klug vergleicht, kann also sparen – ohne gleich auf Sicherheit zu verzichten.
Spannend ist auch, wie stark sich die Reifen zwischen den Disziplinen unterscheiden. Während der Goodyear auf trockener Straße glänzt, dominiert der Continental bei Schnee. Die Empfehlung lautet daher: Den Kauf immer am eigenen Fahrprofil ausrichten. Wer häufig in Regionen mit Frost und Eis fährt, ist mit dem Continental besser beraten. Wer überwiegend Stadt- und Landstraßen nutzt, greift zum Goodyear.
Fazit: Warum sich der Blick in den Ganzjahresreifen-ADAC-Test 2025 lohnt
Der aktuelle Vergleich zeigt deutlich, wie groß die Leistungsunterschiede im Ganzjahressegment noch sind. Der Ganzjahresreifen-ADAC-Test 2025 beweist: Qualität hat ihren Preis – aber nicht jeder teure Reifen ist automatisch der beste. Wer auf Sicherheit, Laufleistung und Effizienz achtet, fährt mit den Testsiegern von Goodyear und Continental am besten.
Wer dagegen nur gelegentlich unterwegs ist oder selten mit Schnee zu tun hat, kann mit dem Viking FourTech Plus eine günstige, solide Alternative wählen. Wichtig bleibt, die eigenen Fahrbedingungen zu kennen und das Modell darauf abzustimmen.
Ganzjahresreifen sind längst mehr als ein Kompromiss. Sie sind eine durchdachte Lösung für viele Fahrer – wenn man die richtigen auswählt. Der ADAC-Test zeigt, worauf es ankommt, und liefert Orientierung im Dschungel der Markenversprechen. Am Ende entscheidet nicht der Preis, sondern die Performance – auf Asphalt, Schnee und Regen gleichermaßen.


